Auto selber polieren

Irgendwann ist es im Leben eines jeden Autos soweit. Der Lack bekommt seinen ersten richtigen Kratzer oder wird Waschgang für Waschgang immer matter, nachdem die Waschstraßenwalzen den Wagen mit unzähligen Mikrokratzern überzogen haben. Für manchen Besitzer ein nur schwer zu ertragender Anblick. Und das ist verständlich. Schließlich lieben wir unsere Autos mehr als jedes andere materielle Besitztum. Und da muss der Look einfach perfekt sein. Was also tun? Polieren! Da wir unser Geld aber fast genauso lieben wie unseren fahrbaren Untersatz, wäre eine sparsame Option, abseits des teuren Profidienstleisters, natürlich das Ideal. Was also tun? Selber machen! Die gute Nachricht ist: Selber machen geht. Und wir klären alle Deine Fragen, damit Du weißt, worauf es dabei ankommt und ob es das richtige für Dich ist.

Auto selber polieren im Überblick:

Welche Politur ist die beste?

Unterscheiden wir als erstes mal zwischen reinen Polituren und Polituren mit Zusätzen wie Silikon.
Eine „reine“ Politur entfernt Kratzer und glättet die Oberfläche dadurch, dass sie ein Stück des Lacks abträgt und wieder auf eine Ebene bringt. Es gibt gröbere und feinere Polituren, die entsprechend mehr oder weniger Material entfernen. Eine feine Politur wird am Schluss immer als Finish benutzt, um den Hochglanz wiederherzustellen.
Ein Poliermittel mit Silikonzusatz schleift zwar auch geringfügig (aber nur auf dem Level eines sehr feinen Finishs) aber füllt überbleibende Kratzer mit dem Silikon auf, was diese ebenfalls „verschwinden“ lässt.

Auch wenn die zweite Variante die simplere ist, liegen die Nachteile auf der Hand. Zum einen werden die Kratzer nicht entfernt, sondern nur kaschiert und zum anderen braucht es nur einige Wäschen, bis diese dann auch wieder zum Vorschein kommen, da sich das Silikon irgendwann auflöst. Übrigens haben wir uns sagen lassen, dass der Profi Silikon im Lack nicht sonderlich zu schätzen weiß, sollte es dann mal zur bezahlten Lackbehandlung gehen.

Ein reines Poliermittel erkennst Du übrigens ganz gut daran, dass es nicht mit Zusätzen wie Silikon oder einer Wachsversiegelung beworben wird.
Ein gutes Ergebnis erzielen zum Beispiel die Polituren von Menzerna, die Du in unserem Shop findest.

Das Auto polieren mit Maschine oder von Hand?

Die Kurzantwort: Die Poliermaschine ist der einfachere, mühelosere und effizientere Weg. Gröbere Polituren (also solche, wo Du viel abtragen willst, um tiefere Kratzer auszugleichen) kriegst Du ohne Maschine praktisch gar nicht erst hin. Möchtest Du allerdings nur allgemeine Mikrokratzer und Hologramme (Ansammlungen von super feinen Kratzern) loswerden, ist ein Polieren mit Auto Mikrofasertuch oder Handpolierpad durchaus möglich.

Was kann ich beim Auto selber polieren falsch machen?

Möchtest Du nur eine oberflächliche Hochglanzpolitur durchführen, praktisch gar nichts. Ein gewisses Risiko gehst Du erst ein, wenn Du eine grobe Medium Cut oder eine noch gröbere Heavy Cut Politur anwendest. Poliert wird grundsätzlich nur auf der äußeren Klarlackschicht des Autos. Wenn Du diese so dünn polierst, dass Du letztendendes den darunterliegenden farbgebenden Basislack erreichst, hast Du ein Problem. Denn der daraus entstehende Makel lässt sich nur noch durch eine teure Neulackierung ausbessern.

Medium und Heavy Cut Polituren sind dazu da, vergleichsweise viel Lack abzutragen, könnten also irgendwann theoretisch ein Loch in den Klarlack schleifen.
Das passiert allerdings nicht mal eben so und schon gar nicht bei der ersten oder zweiten Politur auf einem neuen Lack. Die Gefahr steigt erst mit der Anzahl der bereits durchgeführten Polituren langsam an. Deswegen solltest Du Dir ungefähr im Klaren sein, wie viel der Wagen bereits hinter sich hat, da das ein guter Indikator ist. Wenn Du wirklich auf Nummer Sicher gehen willst, mach Dich mit der richtigen Anwendung eines Schichtdickenmessgerätes vertraut.


Eine ganz wichtige Regel ist aber auch: Polier nicht ständig wegen jeder Kleinigkeit und mach Dir bewusst, dass sich nicht jeder Kratzer wegpolieren lässt. Hast Du Kratzer, die so tief sind, dass sie bis in den Basislack oder noch weiter in die Grundierung oder gar ins Blech reichen, kann eine Politur da auch nichts mehr machen, außer vielleicht, die Breite minimal zu verringern. Die Erhaltung einer gewissen Lackschicht, um Puffer für zukünftige, wirklich nötige Behandlungen zu haben, geht dann doch vor.

Auto polieren Preise: Profi vs. Selber machen

Wie Du vielleicht bemerkt hast, brauchst Du schon ein paar Utensilien, um eine Politur selber durchzuführen: Poliermaschine, Polierpads, Politur, Mikrofasertuch und, wenn Du die Sache wirklich ernst nimmst, evtl. sogar ein Schichtdickenmessgerät. Wenn Du nur einmalig einen einzelnen oder ein paar wenige, kurze Kratzer entfernen möchtest, könnte der Profitermin vielleicht sogar günstiger sein. Auf lange Sicht bzw. für eine vollumfängliche Pflege Deines Autos lohnt sich die Anschaffung der genannten Produktpalette allerdings definitiv.

Auto polieren lernen - Unsere vollumfängliche Anleitung

Bist Du jetzt richtig heiß drauf, selber Hand anzulegen, aber kennst selbstverständlich noch nicht die richtige Herangehensweise, dann bist Du in unserem Waschlexikon genau richtig. In unserem „Lackkratzer entfernen“-Blog erklären wir Dir Schritt für Schritt, wie Du Deinen Lack wieder zu altem Glanz führst.

Je nachdem, ob es sich um einen einzelnen oder wenige kleine Kratzer handelt oder um was größeres bzw. tieferes oder ob du dein ganzes Auto wieder auf Hochglanz bringen lassen möchtest, können die Kosten von 50 € bis in den höheren 3-stelligen Bereich gehen. Einen Einfluss auf den Preis hat bei einer Gesamtbehandlung natürlich auch die Größe des Autos. Umso mehr der Dienstleister polieren muss, desto teurer.

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