Auto Ledersitze pflegen

Die Ledersitze in Deinem Wagen sehen nicht nur hochwertig aus, sondern sind auch deutlich robuster und nicht so anfällig für Flecken wie Stoffsitze. Doch obwohl sie viel aushalten, sieht man nach ein paar Jahren bei allen Lederarten die deutliche Abnutzungsspuren. Um Dein Leder langfristig geschmeidig und in sehr gutem Zustand zu erhalten sind regelmäßige Reinigung und Pflege essentiell. Fange noch heute an deine Auto Ledersitze zu pflegen!

Lederpflege für Autoledersitze im Überblick

Pflege der Ledersitze - Schritt für Schritt

Auto Ledersitze pflegen ist nicht schwer, wenn Du Dich an diese Anleitung hälst. Als erstes solltest Du Dir Gedanken machen, was Deine Ausgangslage ist. Das heißt welche Art von Leder hast Du und wie ist der Zustand? Unterschiedliche Arten von Leder benötigen unterschiedliche Schritte um langfristig schöne Sitze zu haben. Sich auch über den Zustand des Leders im Klaren zu sein ist sehr wichtig, da Risse einen Einfluss auf Deine Vorgangsweise haben. Bevor zu mit der Pflege beginnst, steht eine gründliche Reinigung mit Staubsauger, Lederbürste und Lederreiniger an. Dabei entfernst Du sowohl losen, als auch festsitzenden Schmutz und ermöglicht dadurch dem Pflegemittel eine Reaktion mit dem reinen Leder. Nach der Reinigung steht die Pflege an. Nimm dazu das zu Deinem Leder passende Mittel zu Hand und bearbeite damit die Oberfläche. Im Allgemeinen ist dies bei allen glatten Lederarten eine sehr fettige Flüssigkeit die dem Leder wichtige weichmachende Stoffe wieder zurück gibt und es somit wieder geschmeidiger und widerstandsfähiger macht. Verteile dazu das Mittel gleichmäßig und lasse es kurz einwirken. Die genaue Einwirkzeit kann von Mittel zu Mittel variieren. Entferne danach die Überreste wieder mit einem weichen Mikrofasertuch.

Bei aufgerautem Leder gestaltet sich die Auto Ledersitze Pflege etwas schwieriger, da die Fette in den meisten Mitteln nicht gut für diese Art von Leder sind. Es gibt spezielle Pfleger für Rauleder, die aber eher eine Imprägnierung sind. Es empfiehlt sich auch alle Raulederarten regelmäßig zu versiegeln, da Flüssigkeiten und Schmutz die in die Struktur eindringen die größte Gefahr darstellen. Bei regelmäßiger Reinigung und Versiegelung lässt sich Rauleder aber recht einfach sehr lange frisch halten.

Neues und altes Leder

Die Schritte von altem Leder unterscheidet sich erstmal nicht zu neuem Leder. Der große Unterschied ist, dass bei einem Neuwagen eine jährliche Pflege ausreicht, da die schützenden Stoffe noch in genügender Zahl vorhanden sind. Spätestens drei Jahre nach dem Kauf sollte man aber häufiger Pflegen (halbjährlich, bei sehr beanspruchten Leder alle 3 Monate) um Rissen und Ausbleichungen vorzubeugen.
Genau diese Risse sind auch der große Unterschied bei altem Leder. Durch diese Risse können Flüssigkeiten tief eindringen und Schimmel verursachen. Daher gilt bei altem Leder noch sparsamer mit Reinigungs- und Pflegemitteln umgehen und lieber mehrfach die Schritte wiederholen.

Auto Ledersitze reparieren - Reparatur von Brüchen und Rissen

Ledersitze werden durch das ständige Ein und Aussteigen, Schmutz und die Sonnen sehr beansprucht. Um Risse und Brüche zu vermeiden ist eine regelmäßige Pflege sehr wichtig. Trotzdem kann es immer zu Schäden kommen, auch wenn es nur Kratzer (z.B. von Knöpfen an einer Hose) sind. Doch welche Möglichkeiten gibt es, wenn die Sitze beschädigt wurden? Bei oberflächlichen Kratzern es meistens ausreichend, die betroffene Stelle mit einem speziellen Schleifpad zu glätten und dann mit einer Farbangleichung unsichtbar zu machen. Bei einem Riss oder Bruch, der durch tiefer ist, sind ein paar Schritte mehr notwendig. Als erstes sollte die Stelle gründlich entfettet werden um Rückstände von Pflegemitteln, die die Haftung verringern können zu entfernen. Als nächstes mit einem Schleifpad die gerissenen Stellen glätten. Danach kommt ein sogenanntes Flüssigleder zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus künstlichem Leder und Klebstoff. Dieser wird dann vorsichtig auf der gerissenen Stelle verteilt und getrocknet. Als letztes werden auch hier mit einer Farbangleichung die Risse unsichtbar. Bei sehr tiefen oder großen Rissen empfiehlt es sich allerdings die Arbeit von einem Profi machen zu lassen.

Glatt-, Rau- und Naturleder wo genau ist der Unterschied?

Leder wird erstmal immer in Glatt und Rauleder unterteilt. Unter Glattleder versteht man alle Lederarten, die aus der Außenseite des Leder bestehen. Das bedeutet, die Seite, auf dem das Herkunfts Tier sein Fell hatte. Weiter unterteilen kann man Glattleder je nach Stärke der Färbung. Dabei gilt je besser der Ursprungszustand des Leder, umso naturbelassener werden sie meist verarbeitet. Diese unbehandelten Glattleder sind allerdings sehr anfällig für Schäden und werden daher eher selten bei Autositzen verwendet. Rauleder ist der Oberbegriff für Nubukleder, Velours und Wildleder. Es zeichnet sich durch eine faserige Oberfläche aus, die durch das Anrauen der Innenseite des Leders (Fleischseite) entsteht. Rauleder werden nicht eingefärbt, da dieser Vorgang die Fasern verkleben würde. Gerade Wildleder wird sehr oft aus Wildtieren (Rehe und Hirsche) gewonnen, da deren Hautoberfläche meist zu vernarbt ist um sie für Glattleder zu verwenden. Alcantara Leder ist übrigens kein richtiges Leder, sondern ein Mikrofaserstoff gewonnen aus Polyester und Polystyrol. Es wird oft mit Veloursleder verwechselt, da sich die beiden Strukturen sehr ähneln. Alcantara ist aber deutlich leichter und widerstandsfähiger und daher auch sehr beliebt bei Autositzen. Im Gegensatz zu Echtleder ist es pflegeleicht und bedarf nur regelmäßiger Reinigung.

Spielt die Farbe bei der Auto Ledersitze Pflege eine Rolle?

Es ist immer wichtig, sich vorher klar zu machen, welches Leder welche Pflege benötigt. Bei den meisten Lederreinigern und -pflegen ist die Farbe nicht entscheiden. Es gibt natürlich auf bestimmte Farben abgestimmte Mittel, die nie für einen anderen Ton verwendet werden sollten. Im Allgemeinen gibt die Farbe aber eher vor, wie oft gereinigt und gepflegt werden sollte. Dunklere Lederarten haben den großen Vorteil, dass sie auch bei seltener Behandlung gut aussehen. Sehr helle Töne sollte mindestens alle drei Monate behandelt werden. Sonst ist bei diesen Lederarten die Gefahr von Flecken, die sich nicht mehr komplett entfernen lassen zu groß.

Im Blog benutzte Produkte

Bei dieser Kombination von Materialien solltest Du vor allem auf zwei Dinge achten:

  1. Eine gründliche Reinigung beider Stoffe ist sehr wichtig und sollte von Dir regelmäßig durchgeführt werden. Dadurch behalten beide Oberflächen ihren Look und verblassen nicht.
  2. Bei der Pflege des Glattleder verwendest Du natürlich ein fetthaltiges Mittel. Du solltest umbedingt darauf achten nicht mit dem Pfleger an das Alcantara zu kommen. Das kann zu sehr unschönen Flecken führen.

Eigentlich nicht. Damit meine ich, dass Du dem Leder mit einer Pflege niemals schaden wirst. Allerdings kann jedes Leder nur eine gewisse Menge der in einer Pflege enthaltenen Stoffe zum weich und geschmeidig machen aufnehmen. Wenn Du es also übertreibst, ist die Oberfläche immer sehr schmierig und Du musst das meiste des Mittel wieder entfernen. Dein Leder alle 3-6 Monate zu pflegen reicht völlig aus, mehr wäre Verschwendung des Mittel

Das wichtigste bei einer Lederbürste ist, dass sie das Leder schonend reinigt und keinerlei Kratzer macht. Das schaffst Du mit besonders weichen Bürsten, die Normalerweis aus Naturhaar sind. Unsere Lederbürste zum Beispiel ist zu 100% aus Pferdehaaren, die sehr schonend, aber natürlich auch etwas teurer als Kunsthaare sind. Du solltest aber definitiv nicht bei der Bürste sparen, denn eine hochwertige Bürste hält auch länger.

Autopflege Shop

Die verwendeten Autopflege Produkte kannst Du ganz einfach online bei uns im Autopflege Shop kaufen!

Weitere nützliche Anleitungen zur Autoaufbereitung

OBEN