Auto Lederpflege

Eine Lederausstattung im Innenraum Deines Auto ist sehr schön, aber nur, wenn sie die richtige Pflege bekommt.
Niemand findet ausgeblichenes und abgesessenes Leder schön.
Aber keine Sorge, in diesem Artikel zeigen wir Dir nicht nur, wie Du Deine Lederausstattung langfristig pflegst, sondern erklären Dir auch viele grundlegende und wichtige Informationen zu Leder.

Deine Lederpflege im Überblick:

Schritt für Schritt Auto Lederoberflächen pflegen

Die Lederausstattung Deines Autos wird täglich gefordert, ob durch die Sonne, das Ein und Aussteigen oder verschüttete Flüssigkeiten. Leder hält zwar viel aus, doch nach einiger Zeit sieht man die Gebrauchsspuren deutlich und lässt den gesamten Innenraum abgenutzt wirken. Doch dem kannst Du mit der richtigen Pflege entgegenwirken. Mit dieser Anleitung gibst Du Deinem Leder wieder wichtige Stoffe zum Schutz und hältst es lange frisch.

Als Erstes musst Du Dir klar machen, was Deine Ausgangslage ist. Also welche Lederart in welchem Zustand hast Du? Glatt und Rauleder benötigen unterschiedliche Pflege und auch Risse oder Brüche haben einen Einfluss auf Deine Vorgehensweise.
Bevor zu mit der Pflege beginnst, steht eine gründliche Reinigung mit Staubsauger, Lederbürste und Lederreiniger an. Dabei entfernst Du sowohl losen, als auch festsitzenden Schmutz und ermöglicht dadurch dem Pflegemittel eine Reaktion mit dem reinen Leder.

Nun kommt die eigentliche Pflege. Glattleder ist im neuen Zustand sehr weich und geschmeidig. Mit der Zeit verliert das Leder aber wichtige Stoffe durch Hitze und Reibung. Dieses Austrocknen sorgt nicht nur für eine schlechter werdende Optik, sondern auch für die Gefahr von Kratzern und Brüchen. Deinem Glattleder diese wichtigen Fette wieder zurückzugeben ist daher entscheidend für die Langlebigkeit. Nimm Deine Lederpflege zur Hand und verteile diese gleichmäßig auf jeder belederten Oberfläche mit einem Applikator. Wichtig ist dabei einen weichen Applikator aus Mikrofaser oder ähnlichem zu verwenden, um Kratzer zu vermeiden.

Nachdem das Leder komplett eingerieben ist kurz einwirken lassen. Dabei ziehen die Fette tief in das Gewebe ein. Danach die Überreste mit einem weichem Mikrofasertuch wieder entfernen. Bei besonders strapaziertem und “durstigen” Leder solltest Du diesen Schritt mehrfach durchführen.

Hat Dein Glattleder bereits Risse solltest Du etwas vorsichtiger vorgehen. Durch diese Risse ist es möglich, dass Flüssigkeiten (auch Lederreiniger und Leder Pflegen) unter das Leder kommen und dabei Schimmel verursachen. Du solltest hier also noch sparsamer mit den Mitteln umgehen, diese erst auf die Bürste oder Applikator auftragen und dann damit das Leder zu bearbeiten.
Rauleder verhält sich in der Pflege etwas anders. Die Fette, die Glattleder so dringend braucht würden hier die faserige Struktur verkleben. Hier ist eine regelmäßige und gründliche Reinigung deutlich wichtiger als bei Glattleder. Spezielle Pflegemittel sind meistens eher eine Imprägnierung und sollten präventiv arbeiten. Daher empfiehlt es sich auch nach jeder Reinigung die Oberfläche neu zu schützen, um Schmutz und Flüssigkeiten keine Chance zu geben. Bei regelmäßiger Pflege lässt sich Rauleder aber recht einfach lange frisch halten.
Bei einem Neuwagen reicht eine jährliche Lederpflege aus, da das Leder noch genügend Pflegestoffe beinhaltet. Ab ca dem 3. Jahr solltest Du allerdings die Intervalle verkürzen. Eine halbjährliche Pflege hält Dein Leder frisch. Bei Old- oder Youngtimern solltest Du Dein Leder alle 3 Monate verwöhnen. Diese kürzeren Intervalle empfehlen wir auch für Cabrios, da hier die Sonne ungehindert das Leder austrocknen kann.

Leder Risse und Brüche

Wenn Leder zu stark austrocknet wird es unflexibel und die Gefahr von Rissen steigt stark an. Sind einmal Risse oder Brüche vorhanden, reicht eine Pflege nicht mehr aus. Vor allem die Sitze sind dafür anfällig, da sie durch das ständige Ein und Aussteigen sehr strapaziert werden. Je nach Grad des Schaden hast Du unterschiedliche Möglichkeiten:
Leichte Kratzer sind meistens nur oberflächlich und daher auch recht einfach zu entfernen. Die Stelle mit einem speziellen Leder Schleifpad glätten, um danach mit einer Farbangleichung die Stelle unsichtbar zu machen.
Bei leichten Rissen ist der Vorgang etwas aufwendiger. Als Erstes auch hier die Stelle mit einem Schleifpapier angleichen. Danach kommt ein Leder Entfetter zum Einsatz, der die Haftung im nächsten Schritt verbessern soll. Nun kommt ein sogenanntes Flüssigleder Bei sehr großen oder tiefen Kratzern empfehlen wir definitiv die Arbeit von einem Profi erledigen zu lassen.

Hausmittel zur Lederpflege

Obwohl Lederpflegemittel im Vergleich nicht besonders teuer sind, möchten viele eine noch günstigere Alternative. Dabei sind natürlich Muttis bewährte Haushaltsmittel besonders beliebt. Doch welche der Tipps kann ich gefahrlos verwenden?
Von Babyöl über Vaseline bis hin zu Bananenschalen. Die Liste der angeblichen Helfer aus dem Haushalt ist lang. Einige von ihnen sind auch durchaus eine Option, während andere nicht empfehlenswert sind. Grundsätzlich geht es bei der Lederpflege darum, dem Leder wichtige Fette und Öle zurückzugeben, die es wieder geschmeidig machen. Diese Fette findet man beispielsweise auch in Babyöl. Also kann man dieses theoretisch auch zu Lederpflege benutzen, allerdings auf eigene Gefahr. Es kann nämlich von Produkt zu Produkt verschiedene Inhaltsstoffe geben und manche Verändern evtl. die Farbe des Leder. Wirklich sicher sein, dass nur für das Leder wichtige Stoffe und nichts anderes enthalten sind, kann man sich nur bei Lederpflegemitteln sein. Wir empfehlen daher nur ausgewiesene Mittel für Leder zu verwenden. Wer trotzdem sein Glück versuchen möchte sollte unbedingt zuerst einen Test an einer unauffälligen Stelle machen.

Unterschiede zwischen Glatt-, Rau- und Naturleder

Grundsätzlich kann man Leder in Glatt- und Rauleder einteilen.
Zu der Kategorie Glattleder zählen alle Lederarten, die aus der Außenseite des Leder bestehen, also der Seite, an der das Fell des Tieres war. Weiter unterscheiden kann man Glattleder je nach Grad der Färbung. Je naturbelassener die Farbe des Leder, desto besser war der Ursprungszustand. Diese sehr natürlichen Lederarten finden wir allerdings nur selten im Auto, da sie sehr empfindlich sind und schnell zerkratzen.
Nubukleder, Velours und Wildleder zählen zu den Rauleder Arten. Man kann sie an der faserigen Oberfläche erkennen, die durch das Anrauen der Innenseite des Leders (Fleischseite) entsteht. Rauleder werden nicht gefärbt, da dieser Vorgang die Fasern verkleben würde. Gerade Wildleder wird meistens aus Wildtieren (Rehe und Hirsche) gewonnen, da deren Hautoberfläche meist zu vernarbt ist um sie für Glattleder zu verwenden.

Auch wenn der Begriff es vermuten lassen würde, Alcantara Leder ist kein richtiges Leder, sondern ein Mikrofaserstoff gewonnen aus Polyester und Polystyrol. Durch die ähnliche Struktur wird es oft mit Veloursleder verwechselt. Durch die hohe Widerstandskraft und das geringe Gewicht ist Alcantara bei der Innenausstattung von Autos sehr beliebt. Im Gegensatz zu Echtleder ist es pflegeleicht und bedarf nur regelmäßiger Reinigung.

Sollte ich die Farbe bei der Auto Lederpflege berücksichtigen?

Ob die Farbe des Leders sich auf die Pflege auswirkt hängt vor allem von dem verwendeten Pflegemittel ab. Es gibt sowohl auf Farben abgestimmte, als auch universelle Leder Pflegen. Also sollte vor allem beim Kauf auf die Angaben des Hersteller geachtet werden um das richtige Mittel zu benutzen. Bei universellen Pflegemitteln spielt die Farbe keine Rolle.
Die Farbe des Leders ist allerdings ein Faktor in der Häufigkeit der Pflege. Sehr helle Töne sollten häufiger behandelt werden, da hier Flecken nicht nur besser sichtbar sind, sondern auch schwerer entfernt werden können.

Im Blog benutzte Produkte

Wie häufig Du Dein Leder pflegen solltest, kommt ganz auf Alter und Zustand an. Bei einem Neuwagen reicht eine jährliche Pflege. Je älter Dein Leder wird, desto öfter solltest Du Dich auch darum kümmern. Eine intensive Pflege alle 3- 6 Monate ist sehr empfehlenswert.

Übertreiben musst Du es aber auch nicht. Eine zu häufige Pflege schadet Deinem Leder zwar nicht, ist aber eine Verschwendung des Pflegemittel. Die Poren des Leder können nämlich nur eine gewisse Menge Fett aufnehmen und stoßen den Rest ab.

Leder mit Wasser zu reinigen ist eine sehr schonende Methode um oberflächlichen Dreck zu entfernen. Dabei solltest Du aber darauf achten, nicht zu viel Wasser zu benutzen, da dadurch Schimmel entstehen kann. Das Tuch in das Wasser eintauchen und gründlich auswringen. Dabei sollte das Tuch nur feucht und niemals nass sein.

Für festsitzenden oder tiefen Schmutz kommst du aber meistens nicht um einen Lederreiniger herum.

Auch wenn Kunstleder nichts mit natürlichem Leder zu tun hat, kann es mit der Zeit deutliche Abnutzungsspuren bekommen. Es ist also auch hier eine konstante Pflege notwenig.

Bei Kunstleder ist eine regelmäßige Reinigung das wichtigste, um Flecken gar nicht erst die Möglichkeit zu geben sich im Gewebe festzusetzen. Außerdem solltest Du mindestens einmal pro Jahr eine gründliche Tiefenreinigung zu gönnen. Dabei werden auch die Schmutzpartikel in den Poren entfernt. Es gibt auch spezielle Kunstleder Pflegemittel, mit denen Du Dein Kunstleder noch länger frisch halten kannst.

Es gibt viele mögliche Lederpflegemittel aus dem Haushalt, dazu gehört auch Olivenöl. Meistens in einem Gemisch mit Bienenwachs kann es dem Leder wichtige Fette geben und es so langfristig frisch halten.
Aber genau wie bei allen anderen Haushaltmittel (z.B. Hautcreme oder Vaseline) birgt der Einsatz Risiken. Auch wenn das verwendete Produkt das Leder pflegt, können manche Inhaltsstoffe Bspw. für Verfärbungen sorgen. Also solltest Du, wenn Du Haushaltmittel verwenden möchtest, dieses erst an einer unauffälligen Stelle ausprobieren.

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