Autolack polieren

Wenn der eigentlich blitzblank gesäuberte Lack nicht mehr so glänzt wie früher, dann hat das normalerweise genau einen Grund: Eine große Anzahl von Mikrokratzern, die sich über die Zeit darin angesammelt hat und den Autolack matt erscheinen lässt. In so einem Fall ist das Lack Polieren gefragt. Die Unebenheiten in der Oberfläche müssen glatt „geschmirgelt“ werden, wenn die Kiste wieder glänzen soll. Wir erklären Dir, was Du zum Autolack Polieren wissen musst.

Autolack polieren im Überblick:

Lack polieren, aber mit welcher Politur?

Um einen Vergleich ziehen zu können, unterscheiden wir in Polituren mit und ohne Zusätzen. Eine Politur ohne Zusätze ist nichts anderes als ein Mittel, das kleine Schleifpartikel enthält, die dazu dienen einen größeren oder kleineren Anteil an Autolack vom Auto zu reiben. Die Funktionsweise ist im Prinzip wie die von Schleifpapier nur wesentlich feiner. Wobei bei gewissen Härtegraden durchaus schon auch auf dem Lack mit Schleifpapier gearbeitet wird. Es gibt verschiedene „Grobheitsgrade“ von Polituren. Je nachdem wie tief die Kratzer sind, finden gerne auch Polituren mit größeren Schleifpartikeln Anwendung, um möglichst viel Material abzutragen. Durch ihre Grobheit rauen diese den Lack aber auch auf. Die normale Anwendungsweise sieht also so aus, dass erst ein grobes Poliermittel verwendet wird und dann stufenweise feinere, um am Schluss mit einer feinen Finish Politur den Hochglanz wiederherzustellen.

Klingt ja eigentlich gut und logisch. Doch was macht eine Politur mit Zusätzen dann anders? Beim Auto Lack Polieren mit solchen Polituren werden ebenfalls kleine Schleifpartikel zum Glätten eingesetzt. In der Regel befinden sich diese Mittel aber in einer sehr feinen Politurstufe, sind also mit einem Hochglanzfinish vergleichbar. Ein allgemeiner, oberflächlicher Hochglanz wird also hergestellt, tiefere Kratzer bleiben aber bestehen. Silikonzusätze haben nun den Zweck diese bestehen bleibenden Lücken aufzufüllen und damit zu kaschieren, wenn sie schon nicht entfernt werden. Das ist einfach und wirkt schnell, ist aber keine Lösung auf Dauer, da das Silikon sich irgendwann, und mit jeder Wäsche mehr, wieder auflöst. Außerdem sind viele professionelle Autoaufbereiter nicht wirklich begeistert, wenn sie Überreste im Lack vorfinden, die bei einem möglichen, wirklichen Politurvorgang dann störend wirken.

Neben Silikon enthalten viele Polituren auch Wachs. Das Wachs hat den Zweck, nach dem Lack Polieren auf dem Auto zu bleiben und sowohl Schutz als auch einen zusätzlich verstärkten Glanz zu bieten. Der Vorteil ist, dass man sich mit solchen Komboprodukten Arbeit erspart, da Politur und Wachs in nur einem Arbeitsschritt aufgetragen werden. Normalerweise würde man das Wachs seperat auftragen. Tatsächlich gibt es hier aber auch einen nicht zu verachtenden Qualitätsunterschied. Wenn Du eine Wachsversiegelung möchtest, die besser schützt und länger anhält als 2 Wochen, dann solltest Du auf die Kombopolitur verzichten und beide Einzelprodukte getrennt kaufen und nacheinander anwenden.

Der Grund, warum viele Autobesitzer trotz klarer qualitativer Nachteile oft zu Produkten mit Zusätzen greifen, ist ganz klar, dass die Anwendung wesentlich einfacher ist und man sich Geld spart, da man nur ein Produkt anstatt mehreren kaufen muss. Gerade wenn tiefere Kratzer weg sollen, wird der Aufwand mit zusatzfreien Polituren schon recht aufwendig. Und vor allem stärkere Poliermittel verlangen beim Auftragen dann noch nach einer Poliermaschine, da das Anwenden von Hand einfach zu mühsam ist. Aber Aufwand hin oder her: Das gute Ergebnis spricht für sich und lässt sich anders nicht erreichen!

Auto polieren mit Maschine oder mit Hand?

Ob Du mit Maschine oder Hand polierst, kommt einerseits darauf an, wie intensiv poliert werden muss und andererseits, wieviel anstrengendes Rumgeschrubbe Du Dir ersparen willst. Eine oberflächliche Hochglanzpolitur lässt sich auch ganz gut ohne Maschine machen. Sobald es aber darum geht, wirklich Lackmaterial abzutragen, empfehlen wir ganz klar eine Poliermaschine, da Du Dich sonst (solang es sich nicht nur um eine kleine Stelle handelt) kaputt arbeitest.
Wirklich feine Polituren lassen sich theoretisch auch mit einem Mikrofasertuch durchführen, besser ist aber immer, richtige Polierpads zu benutzen, da diese selber einen gewissen Schleiffaktor mit sich bringen. Solche Pads lassen sich über die Klettfläche auch wunderbar mit speziellen Handgriffen (oder natürlich einer Poliermaschine) verbinden.

Autolack polieren und versiegeln

Das Thema Versiegeln haben wir ja bereits kurz angesprochen. Jetzt möchten wir etwas genauer darauf eingehen. Eine Versiegelung hat in erster Linie den Zweck, eine Schutzschicht auf dem Lack zu bilden, die diesen vor äußeren Einflüssen schützt. Warum das für’s Auto Polieren wichtig ist? Naja, Du möchtest ja, dass der perfekt glatte Lack, den Du Dir möglicherweise hart erarbeitet hast, lange so bleibt. So verhinderst Du, dass Du den Auto Lack wieder und wieder polieren musst und damit einhergehend, dass die Klarlackschicht Deines Autos in absehbarerer Zeit so dünn poliert wird, dass letztendlich kein Puffer für weitere Korrekturen mehr bleibt.

Neben dem Schutz sorgen vor allem Wachsversiegelungen aber auch noch für einen zusätzlichen, starken Hochglanz. Wachs hat dafür allerdings auch den Nachteil, nicht den besten Schutz zu bieten und auch nicht super lange zu halten. In der Regel sind so 2 - 6 Monate drin. Dafür ist es leicht aufzutragen.

Wenn Du eine ebenfalls einfach anzuwendende Versiegelung suchst, die etwas länger hält, dafür beim Glanz nicht ganz so stark punktet, dann könnte eine Nanoversiegelung etwas für Dich sein. Die Haltbarkeit liegt bei bis zu 12 Monaten, das Mittel ist als komfortables Spray erhältlich.

Wenn Du nach dem ultimativen Schutz suchst, dann solltest Du zur Keramikversiegelung greifen. Bei einer Haltbarkeit von 3 - 6 Jahren, schützt diese am besten und konsequentesten vor den verschiedensten physischen und umweltlichen Einflüssen. Flüssigkeit und Schmutz perlt extrem gut ab und die Autowäschen werden dementsprechend spürbar einfacher. Die Anwendung des Mittels ist im Vergleich zu den anderen, am aufwendigsten, lohnt sich aber in Anbetracht der Wirkungslänge.

Auto polieren Preise

Wenn Du einzelne, leichte Kratzer entfernen lassen möchtest, gehen die Preise etwa bei 40 - 50€ los. Für eine Basispolitur, die die gesamte Karosserie oberflächlich auf Hochglanz bringt, kannst Du etwas um die 150€ erwarten. Steigend mit der Größe des Autos. Aufwendigere Polituren gehen gerne bis in den mittleren/höheren 3-stelligen Bereich.

Auto polieren lernen - Wir zeigen Dir wie’s geht

Nachdem Du Dir jetzt ein gutes Bild zum Thema Autolack polieren gemacht hast, ist es an der Zeit selber Hand anzulegen. In unserem Waschlexikon findest Du die richtigen Anleitungen dazu. Unser Artikel „Lackkratzer entfernen“ erklärt Dir Schritt für Schritt, wie Du Deinen Lack auf Vordermann bringst. Damit Du im Detail verstehst, auf was Du beim Umgang mit Autolacken achten musst, sieh Dir „Beste Autopolitur gegen Kratzer“ an. In diesem Artikel erfährst Du genau, wie ein Lack aufgebaut ist und wie man erkennt, ob ein Kratzer noch rauspolierbar ist oder nicht.

Dafür braucht es nicht viel. Der Wagen sollte einmal gründlich gewaschen worden sein. Einmal mit einer normalen Wäsche und dann, falls hartnäckige Stellen zurückgeblieben sein sollten, punktuell mit Hilfe einer Reinigungsknete.

Der Lack ist in der Regel in vier verschiedene Schichten aufgeteilt. Ganz außen befindet sich die Klarlackschicht. Innerhalb dieser kann poliert werden, ohne Schäden anzurichten. Es ist allerdings möglich durch diese Schicht "durchzubrennen". Mit einer feinen Finish Politur ist die Wahrscheinlichkeit extrem gering, dass das passiert. Da bedarf es schon einer Vielzahl gröberer Polituren, die den Klarlack immer dünner machen und schlussendlich durchbrechen. Zum Schutz der unteren Lackschichten und für einen saubern Look muss wenigstens ein Minium an Klarlack darüber liegen. Korrigieren lässt sich ein durchgebrannter Klarlack und angeschliffener Basislack nur noch per Neulackierung.

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