Auto polieren mit Maschine

Das ganze Jahr über ist das Auto irgendwelchen Belastungen ausgesetzt. Vogelkot und Insekten im Sommer, Laub im Herbst, Streusalz im Winter und Blütenstaub im Frühling. Alles Faktoren, die den Lack nicht nur verschmutzen, sondern sowohl physisch als auch chemisch angreifen und Kratzer oder ähnliche Beschädigungen verursachen können. Dazu kommen mikrokratzerverursachende Waschstraßengänge, kleine Ausrutscher mit scharfen Gegenständen und herausstehende Äste an der Parkplatzeinfahrt. Und schwupps, ist der Lack nicht mehr der schöne, glänzende Augenschmaus, der er sein sollte.

Einen leicht angerauten Lack kannst Du mit einer einfachen Politur oft noch per Hand ganz gut wieder zu Glanz führen. Doch sobald die Kratzer größer werden oder die Menge an Mikrokratzern eine gewisse Grenze überschreitet, führt kein Weg mehr an einer Poliermaschine vorbei. Da die meisten nur mit der Anwendung eines Handpads oder Tuchs vertraut sein dürften, erklären wir Dir jetzt, wie Du eine Poliermaschine benutzt, um auch härtere Fälle selber angehen zu können.

Auto mit Poliermaschine polieren im Überblick:

Polieren mit Poliermaschine - Das brauchst Du

Was Du für’s Auto Polieren mit Poliermaschine brauchst, ist selbstverständlich die Poliermaschine, dazu eine oder mehrere Polituren (je nachdem, wie schwer die Schäden sind, die Du entfernen möchtest) und entsprechende Polierpads, die an der Poliermaschine festgemacht werden. Eine gute Faustregel ist: Für ein grobes Poliermittel nimmst Du ein grobes Polierpad, für eine feine Politur ein feines Pad. Also zB. die Heavy Cut Politur von Menzerna mit einem Heavy Cut Pad und die entsprechende Super Finish Politur mit einem Soft Cut Pad, etc. Ein weiches Mikrofasertuch eignet sich gut, um Politurreste nach jedem Polierschritt wieder abzutragen. Achte darauf, dass Du kein billiges Haushaltstuch hernimmst, sondern eines, das für Hochglanzlack geeignet ist, da billige Tücher selber Mikrokratzer verursachen können.

Das Auto Polieren mit Poliermaschine - So geht’s

Bevor Du loslegst, stell sicher, dass das Auto gründlich gewaschen ist. Hartnäckigere Dreckstellen kannst Du mit einer Reinigungsknete super reinigen, wenn die normale Wäsche nicht ausreicht.

Damit Du das Auto nun mit Poliermaschine polieren kannst, leg Dir die oben genannten Dinge bereit. Je nachdem, welche Politur Du benutzen möchtest, befestigst Du das entsprechende Pad mit der Klettfläche an der Poliermaschine. Platziere nun 4 - 5 erbsengroße Körner Politur auf dem Pad und drücke diese mit der Maschine verteilt auf der Fläche am Auto auf, die Du als erstes bearbeiten möchtest. Schalte die Maschine auf die niedrigste Stufe und verreibe das Poliermittel über der entsprechenden Fläche. Dadurch, dass Du die Politur im Vorfeld verteilst, verhinderst Du, dass die Flüssigkeit in alle Richtungen spritzt, sobald Du die Poliermaschine auf eine höhere Stufe stellst.

Jetzt kannst Du das Gerät schneller stellen. Geh ungefähr auf die mittlere Drehzahl oder etwas drüber. Drück die Maschine leicht auf dem Lack auf und geh gleichmäßig im Kreuzstrich über Deine gesamte Fläche. Kreuzstrich bedeutet, dass Du bspw. oben links anfängst und in einer geraden Linie zur rechten oberen Ecke fährst und dann „Zeile“ für „Zeile“, links, rechts, links, rechts drübergehst, bis Du in der unteren, rechten Ecke angekommen bist, von wo aus Du die gesamte Prozedur bis zur linken, oberen Ecke zurück wiederholst, diesmal aber in vertikaler Richtung (also hoch und runter) anstatt in horizontaler. Die einzelnen Striche sollten sich ca. zu 50 % überlappen, um ein gleichmäßiges und gutes Ergebnis zu erzielen.

Nach jeder Politur, die Du aufträgst, wischst Du das restliche Mittel mit einem sauberen, trockenen Mikrofasertuch wieder weg. Gerade wenn Du mehrere Polituren hintereinander verwendest, möchtest Du nicht, dass bei der nächst feineren Politur noch Reste des gröberen Mittels untergemischt sind. Hast Du zähere, schwerer zu entfernende Überreste am Lack, kann Isopropanol helfen, diese zu lösen. Wenn Du gerade eine Finish Politur angewandt hast und diese wieder abtragen möchtest, geh besonders vorsichtig und sachte mit dem Tuch vor, um nicht direkt neue Mikrokratzer im gerade hergestellten Hochglanz zu verursachen. Bevor Du anfängst, an einer Stelle fest rumzureiben, lohnt es sich meistens mehr, die Poliermaschine nochmal kurz anzuschmeißen und den Fleck etwas aufzulockern.

Mehr zum Thema Auto polieren und Kratzer entfernen

Nun haben wir Dir erklärt, wie Du eine Poliermaschine richtig anwendest. Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, welche Politur Du überhaupt brauchst oder nicht weißt, worauf Du beim Polieren sonst noch so achten musst, dann sieh Dir mal die beiden Artikel „Beste Autopolitur gegen Kratzer“ und „Lackkratzer entfernen “ an. Hier erklären wir Dir ausführlich alles, was Du zum Thema wissen musst.

Grundlegend kannst Du nur Kratzer wegpolieren, die nicht tiefer als in die Klarlackschicht eingedrungen sind. Ein Stück Klarlack muss immer erhalten bleiben, da sonst die darunterliegenden Schichten nicht mehr ausreichend gegen Umwelteinflüsse geschützt sind und zudem ohne den Klarlack weniger Glanz abgeben. Selbst wenn Du Kratzer hast, die noch in diesem Rahmen sind, aber doch recht tief gehen, solltest Du immer abwägen, ob das jetzt tatsächlich Sinn macht oder nicht, da Du Dir einen gewissen Klarlackpuffer erhalten solltest, um auch kleinere Polituren desöfteren noch durchführen zu können. Manchmal muss man einzelne Schönheitsmakel einfach verschmerzen.

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