Auto polieren mit Hand

Egal, ob böswillig durch einen Schlüssel, durch Steinschläge oder nach einer gewissen Anzahl von Waschstraßengängen, der Autolack ist irgendwann immer ein kleines Schlachtfeld, durchzogen von Furchen und Gräben.
Schön ist das leider nicht und deshalb wollen wir jetzt dagegen vorgehen. Eine Politur muss her und schön wär’s auch, wenn die sich mit einfachen Mitteln umsetzen ließe. Und der Kauf einer Poliermaschine also nicht nötig wäre. Die gute Nachricht ist: Solang es nur solche Mikrokratzer sind, ist das Auto Polieren mit Hand möglich. Je nach Stärke ist das allerdings mit einem entsprechenden Kraftaufwand verbunden. Einfache Finish Polituren sind in der Regel kein Problem. Polierst Du allerdings etwas gröber, dann ist das zwar bis zu einem gewissen Grad durchaus möglich, aber gerade bei großen Flächen mit etwas tieferen Kratzern sollte dann doch eine Poliermaschine her.

Auto polieren mit Hand Überblick:

Auto polieren mit Microfasertuch oder Polierpad?

Hier soll es aber natürlich um die Politur per Hand gehen und damit kommen wir zur ersten Frage: Ist ein Microfasertuch ausreichend? Oder sollte lieber ein Polierpad her? Für sehr leichte Polituren ist Microfaser durchaus ein Option. Diese ist aber eben darauf ausgelegt, weich und schonend zu sein und hat deswegen von sich aus keine Polierwirkung. Hier arbeitet das Poliermittel also alleine. Polierpads dagegen haben von Haus aus eine gewisse „Rauheit“, unterstützen den Vorgang also und sind somit etwas einfacher anzuwenden. Für das Auto Polieren mit Hand gibt es spezielle Handgriffe, an denen Du ganz normale Polierpads, die auch für Maschinen geeignet sind, befestigen kannst.

So polierst Du das Auto mit Hand - Anleitung

Hast Du Dir nun das richtige Polierpad, eine Auto Politur und einen passenden Handgriff besorgt und ist der Wagen nach der im Vorfeld zwingend erfolgten Wäsche blitzeblank sauber, kann es auch schon losgehen. Befestige das Pad am Handgriff und verteile das Poliermittel darauf. Bei Benutzung einer Maschine würdest Du jetzt 4 - 5 erbsengroße Körner auftragen, bei der Handvariante solltest Du großzügiger sein. Am besten verreibst Du das ganze noch mit Hilfe eines Gummihandschuhs o.ä. auf der Padfläche und verteilst das Mittel anschließend, durch Aufdrücken über den Bereich des Autos, der als erstes poliert werden soll.

Mit mittelstarkem Druck polierst Du nun los. Wichtig ist: Gleichmäßig und überlappend und entweder in kreisenden Bewegungen oder in Kreuzstrichmustern. So arbeitest Du Dich über die gesamte auserkorene Fläche, bis Du ein zufriedenstellendes Ergebnis hast. 2 - 3 mal kannst Du in der Regel schon über den gesamten Bereich drüberarbeiten.
Trag jetzt die Politurüberreste mit einem weichen, sauberen und trockenen Microfasertuch vom Lack ab. Wenn die nicht so ganz astrein runtergehen, hilft der Einsatz von Isopropanol zum Lösen.

Sind es bereits etwas deutlichere Mikrokratzer, kann es sein, dass eine stärkere Politur als ein reines Finish vonnöten ist. Passend dazu solltest Du dann auch ein härteres Polierpad benutzen. Aber sei Dir im Klaren darüber, dass gröbere Polituren mit Hand auch durchaus Kraft erfordern und gerade bei größeren Flächen ziemlich anstrengend werden können. Das Pad muss hier definitiv ein ganzes Stück fester aufgedrückt werden, um Wirkung zu zeigen. Bei der Nutzung von stärkeren Polituren machst Du hinterher immer noch abschließend eine komplette Polierrunde mit einer Finish Politur. Gröbere Poliermittel sind schließlich dazu da, möglichst viel Material abzutragen und nicht, um Hochglanz zu erzeugen. Den musst Du also in einem Extraschritt erarbeiten. Achte dabei darauf, dass Du zwei unterschiedliche Pads benutzt und zwischen den Schritten die Politurüberreste gründlich wegsäuberst.

Dein Lack braucht mehr als eine Politur mit Hand?

Wenn der Lack doch schon etwas stärker zerkratzt ist und ein einfaches Auto polieren mit Hand nicht zum erwünschten Ziel führt, sollte eventuell doch eine Poliermaschine her. Damit Du weißt, wie Du damit richtig umgehst und welcher Dinge Du Dir bezüglich des Autolacks und weiteren Faktoren bewusst sein solltest, haben wir Dir alle wichtigen Infos mit Anleitung in unsere beiden Artikel „Beste Autopolitur gegen Kratzer“ und „Lackkratzer entfernen“ gepackt.

Polituren, die Silikon enthalten, sind in der Regel welche mit einer nur sehr feinen Polierwirkung, die den Lack oberflächlich auf Hochglanz bringt, dabei aber höchstens kleine Mikrokratzer und nichts tieferes entfernt. Das Silikon dient dazu, die bestehen bleibenden Lücken aufzufüllen und somit zu kaschieren. Damit verschwinden die Kratzer nicht, werden aber für eine Weile unsichtbar (bis sich das Silikon löst/rauswäscht). Wenn Du tiefere Kratzer wirklich entfernen möchtest, solltest Du stattdessen lieber zu stärkeren Polituren ohne Silikon greifen. Z. B. zu einer Medium Cut oder Heavy Cut Politur.

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