Auto Kratzer polieren

Kratzer im Autolack sind lästig und schmerzen den ein oder anderen Autobesitzer gar bitter im Herzen. Und manchmal entstehen sie schneller, also man denken mag: Waschstraßenbesuche, zu weit herausstehende Äste am Straßenrand oder Steinschläge machen oft kurzen Prozess mit der glatten Autooberfläche. Wer Wert darauf legt, dass der Lack lange schön bleibt, kommt um eine regelmäßige Pflege also nicht herum. Zum einen können Versiegelungen dabei helfen, Schäden in erster Linie zu verhindern oder abzuschwächen. Ist der Kratzer aber mal da, hilft im Regelfall nur noch Polieren.

Auto Kratzer polieren im Überblick:

Die beste Politur zum Kratzer polieren

Natürlich kannst Du die Politur auch einen Profi machen lassen, dann musst Du Dir hierüber keine Gedanken machen. Wenn Du’s aber selber machen willst, stellt sich als eine der ersten Fragen, was für eine Politur am besten ist und was überhaupt der Unterschied ist, zwischen verschiedenen Mitteln.

Kratzer Polieren funktioniert grundlegend ähnlich wie ein Schleifpapier. In der Politur sind winzige Schleifpartikel enthalten, die beim Drüberreiben, je nach Größe mehr oder weniger grob, eine gewisse Schicht des Autolacks abtragen und dadurch Kratzer ausgleichen, bzw. die Oberfläche Glätten und einen perfekten Hochglanz wiederherstellen können.

In vielen Tankstellen- oder Baumarktprodukten sind außerdem Wachs und/oder Silikon als Zusatz enthalten. In der Regel sind das aber nur sehr feine Polituren, die lediglich einen minimalen Abtrag haben, also keine sonderlich tiefen Kratzer ausgleichen können, das dann aber „wett machen“, indem sie alle weiterbestehenden Lücken mit Silikon ausfüllen. Das Wachs sorgt dann nochmal für zusätzlichen Glanz. Diese Lösung geht zwar schnell und einfach, aber das Ergebnis ist nicht ideal. Die Kratzer bleiben grundlegend bestehen und das Wachs hat eine wesentlich kürzere Standzeit als eines, das seperat nach der Politur aufgetragen werden würde.

Zusatzfreie und qualitative Polituren findest Du in verschiedenen Stärken, unter anderem, bei Anbietern wie Menzerna, 3M oder Meguiars. Polituren von Menzerna findest Du auch in unserem Shop.

Auto Kratzer selber polieren - So geht’s

Je nachdem wie tief die Kratzer sind, die Du rauspolieren möchtest, brauchst Du evtl. eine Politur mit gröberen Schleifpartikeln. Handelt es sich nur um kleine Mikrokratzer, wie sie durch Autowäschen entstehen können, reicht meist eine Finish Politur (z.B. die Menzerna Super Finish), um den Lack wieder auf Hochglanz zu bringen. Sind einzelne Kratzer vorhanden, die evtl. sogar schon mit dem Fingernagel spürbar sind, dann muss zusätzlich eine Medium Cut Politur oder gar eine Heavy Cut Politur her. Grundlegend wird immer die aggressivste Politur als erstes angewendet und anschließend, schrittweise, die jeweils feinere, bis zur Finish Politur. Grobe Polituren sorgen nämlich erstmal für eine mattere Oberfläche, die im Anschluss wieder gefinished werden muss. Aufgetragen wird das ganze im Idealfall mithilfe von speziellen Polierpads. Auch diese weisen unterschiedliche Rauheitsgrade auf und werden je nach Anwendung entsprechend ausgewählt und manchmal mit Hand, oft aber mit Poliermaschine angewendet.

Den genauen Vorgang und die Vorbereitungen, um mit der Politur beginnen zu können, erklären wir detailliert in unseren weiterführenden Artikeln. Eine einfache Finish Politur (also um lediglich Hochglanz herzustellen), kannst Du an sich ganz ohne Poliermaschine machen. Wie Du dabei vorgehst erklären wir in der Anleitung „Auto polieren mit Hand“. Tieferegehende Polituren sollten dagegen mit der Poliermaschine erfolgen, da sie per Hand schlicht zu mühsam sind. Die entsprechende Anleitung findest Du hier: Auto polieren mit Maschine.

Kratzer bis auf die Grundierung

Eine wichtige Sache, die Du beachten musst ist, dass nicht jeder Kratzer wegpoliert werden kann. Grundsätzlich geht das nur bei solchen, die lediglich in die äußere Klarlackschicht eingedrungen sind, aber nicht tiefer. Ist bereits der Basislack oder gar die Grundierung oder das Blech selber angekratzt, dann hilft nur noch eine professionelle Aufbereitung mit frischer Lackierung. Mehr über die verschiedenen Lackschichten und welche Kratzer polierbar sind, erfährst Du im Artikel „Beste Autopolitur gegen Kratzer“.

Auto Kratzer polieren Kosten

Du siehst schon: Kratzer Polieren ist nicht das simpelste Thema. Wenn Du also mehr als eine super einfache Tankstellen Politur auf dem Lack haben möchtest, aber selber eher zurückhaltend bist, selber Hand anzulegen, dann ist die richtige Anlaufstelle vermutlich ein Profiaufbereiter.

Die Preise sind hier je nach Tiefe und Größe der Kratzer natürlich unterschiedlich. Einfache, einzelne Kratzer, die per Politur machbar sind, belaufen sich auf einen ungefähren Preis von ab 50€. Möchtest Du den ganzen Wagen oberflächlich poliert haben, kannst Du von einem Preis ab 150€ ausgehen. Mit der Größe des Wagens, steigen natürlich auch die Kosten. Reicht Dir diese Basispolitur nicht aus, weil auch gröbere Kratzer im Auto vorhanden sind, bekommst Du eine aufwendigere Politur für ab ca. 350€.

Der Zweck des Versiegelns ist ja eigentlich, den Idealzustand des Lacks zu schützen, damit er lange so bleibt. Wenn Du einen beschädigten Lack versiegelst, dann sind die Schäden immer noch sichtbar unter der Versiegelung eingeschlossen und können somit auch umso schwerer entfernt werden. Darum erst polieren, dann versiegeln.

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Weitere nützliche Anleitungen zur Autoaufbereitung

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